Langzeit‑RR kurz erklärt

Ärztin Misst Puls Am Handgelenk

Langzeit-Blutdruckmessung (Langzeit-RR) – Kurz erklärt

Bei einer Langzeit-Blutdruckmessung (auch „Langzeit-RR" genannt, nach dem Erfinder Scipione Riva-Rocci) wird Ihr Blutdruck über einen Zeitraum von 24 Stunden regelmäßig gemessen.

Warum machen wir das?

Ein einzelner Messwert in der Praxis ist oft nur eine Momentaufnahme. Manche Patienten sind beim Arzt auch aufgeregt (sogenannter „Weißkittel-Effekt"), wodurch die Werte künstlich steigen. Die 24-Stunden-Messung zeigt uns Ihr echtes Blutdruckprofil im Alltag – beim Arbeiten, Entspannen und vor allem beim Schlafen.

Wie läuft die Untersuchung ab?

  • Das Gerät: Sie bekommen in unserer Praxis eine Blutdruckmanschette um den Oberarm gelegt. Diese ist mit einem kleinen, leichten Rekorder verbunden, den Sie bequem am Gürtel oder an einem Gurt tragen.
  • Die Messung: Das Gerät pumpt sich tagsüber meist alle 15 Minuten und nachts alle 30 Minuten automatisch auf.
  • Ihr Alltag: Sie gehen Ihrem ganz normalen Tagesablauf nach. Nur Duschen oder Baden ist mit dem Gerät nicht möglich.
  • Das Protokoll: Sie notieren kurz Besonderheiten wie Sport, Stressphasen, die Einnahme von Blutdruckmedikamenten und Ihre Schlafenszeiten.

Am nächsten Tag nehmen wir das Gerät in der Praxis ab und werten die Daten sofort gemeinsam mit Ihnen aus.